MBS Archivzentrum für das Stasi Unterlagenarchiv
Auf dem Gelände des Campus für Demokratie, das jahrzehntelang dem Ministerium für Staatssicherheit der
DDR als Zentrale diente, befinden sich heute Teile u.a. des Stasi-Unterlagen-Archivs, das Stasimuseum und
das Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. sowie Betroffenen- und Aufarbei-
tungsinitiativen. Die Liegenschaft und auch einzelne Gebäude auf der Liegenschaft wurden in der Vergangenheit in verschiedenen Machbarkeitsstudien mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Schwerpunkten untersucht.
Im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) wurden die strategischen Ansätze zur Unterbringung eines Archivzentrums, inklusive potenzieller weiterer Nutzungsvarianten, auf dem Gelände des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Berlin untersucht.
Auf der Liegenschaft sollen dabei neben dem Archivzentrum für das BArch auch das neu zu gründende Forum Opposition und Widerstand (FOW) untergebracht beziehungsweise errichtet werden.
Im Rahmen eines baulich-räumlichen Konzepts wurde durch Qwertz eine gebäudespezifisch planerische Konzeptstudie unter Berücksichtigung von neun Varianten erarbeitet. Dies erfolgte auf Basis des Abgleichs von den den gemiensam definierten Entwicklungspotenzialen und grob skizzierter Nutzerbedarfe des Bundesarchivs, RHG und FOW. Darüber hinaus wurden weitere Entwicklungspotenziale im Rahmen einer städtebaulichen Betrachtung erarbeitet und dargestellt. Für drei ausgewählte Varianten wurden in einer Umsetzungskonzeption (Terminplanung), einer Grobkostenschätzung samt Kosten-Nutzen-Analyse sowie entsprechenden Handlungsempfehlungen zur weiteren Vorgehensweise zusammengefasst.